Unterrichtsfächer/Schulbücher/Prüfungsablauf

Unterrichtsfächer/Schulbücher/IHK-Abschlussprüfung

 

Kaufmännische Fächer

  • Finanz- und Maßnahmencontrolling
    (3 Stunden pro Woche im Block; 2 Stunden pro Woche in Teilzeit):
    Nicht nur für diejenigen, die sich vielleicht einmal selbstständig machen wollen, ein absolutes Muss. Aber: Achtung Zahlen! Achtung Logik! Finanzbuchhaltung und auch Controlling sind kein Buch mit Siegeln, man braucht auch keine 1 in Mathe. Man muss nur dranbleiben an Aktiv- und Passivkonten, Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung oder Kalkulation und Kostenrechnung. Dann kann das sogar Spaß machen. 
  • Wirtschafts- und Sozialprozesse
    (6 Stunden pro Woche im Block; 2 Stunden pro Woche in Teilzeit):
    Im Mittelpunkt stehen sehr alltagstaugliche Grundlagen der BWL wie Kaufrecht, Arbeitsrecht, Unternehmensformen, Finanzierung, Kreditsicherung etc.. Darüber hinaus geht es auch um volkswirtschaftliche Zusammenhänge wie Inflation, Wechselkurse, wirtschaftspolitische Maßnahmen, so dass Wirtschaftsnachrichten auf einmal verständlich werden.  
  • Werbebetriebslehre 

Marketing- und Kommunikationsmanagement
In diesem Fach sind die Lernfelder zusammengefasst, die die fachlichen Kernprozesse für Kaufleute in der Marketing- und Kommunikationsbranche darstellen. 
Zu Beginn der berufsschulischen Ausbildung werden zunächst Produkte und Dienstleistungen analysiert und die jeweiligen Marketing-Strategieansätze hinterfragt. Zu einer marketingorientierten Produkt-, Dienstleistungs- und Unternehmensplanung ist eine aussagekräftige Analyse der Ist-Situation wichtig. Es werden die relevanten Methoden der Marktforschung angewandt, diverse Erhebungs- und Erfassungsmethoden erlernt, branchenübliche Quellen und gängige Informationstechnologien genutzt. Außerdem wird ein Überblick über produkt-, preis-, distributions- und kommunikationspolitische Maßnahmen geschaffen.
Darauf aufbauend wird im zweiten Ausbildungsjahr anhand eines Briefings (mit Budgetangaben sowie Ergebnissen aus einer entsprechenden Marktforschungsstudie) teamorientiert ein Marketingkonzept für ein konkretes Produkt bzw. für eine Dienstleistung erarbeitet. Abgeleitet von den Marketingzielen werden produkt-, preis- und distributionspolitische Instrumente angewandt und Grundstrukturen der Kommunikationspolitik aufgezeigt. Kommunikationspolitisch vertiefend werden integrierte Kommunikationskonzepte entwickelt, Kommunikationsziele konkretisiert, geeignete Zielgruppen definiert und sinnvolle Kommunikationsmaßnahmen ausgewählt. Konzeptioneller Vorschläge werden mit Hilfe der branchenüblichen Informations- und Kommunikationstechnologie präsentiert und begründet.
Im dritten Ausbildungsjahr folgt die Prüfung und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten diverser Werbeträger, Entwicklung aufgabenbezogene Mediastrategien und Erstellung alternativer Mediapläne unter Einbezug quantitativer, qualitativer und administrativer formeller Kriterien, bei möglichst effizientem Einsatz eines Media-Etats. Bei der technischen Umsetzung des Mediaplans werden sowohl die wesentlichen Verfahren der Kommunikationsmittelproduktion in Hinblick auf ihre Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit bewertet, als auch die Eignung von unterschiedlichen Werkstoffen zur Erstellung von Kommunikationsmitteln und deren Herstellung.

Quelle:

Landeslehrplan_-Kfm-marketingkommunikation.pdf

In Düsseldorf erfolgt die Vermittlung dieser Lerninhalte in bewährter Aufteilung der Werbebetriebslehre in die folgenden Fächer: 

KMK (6 Stunden pro Woche im Block; 2 Stunden pro Woche in Teilzeit):
Die einzelnen Buchstaben stehen grob für die Inhalte dieses Kernfaches. K für Kommunikation. M für Media und das zweite K für Kreation. Im Bereich Kommunikation geht es vor allem um Grundlagen der Kommunikation und die strategische Planung von Below-the-line-Instrumenten wie Verkaufsförderung, Public Relations, Direktmarketing, Event, Sponsoring etc. Der Bereich Media vermittelt sowohl ein tieferes Verständnis für Media-Begriffe wie Reichweiten, Affinitäten oder GRPs als auch Hintergrundwissen für den gezielten Einsatz geeigneter Werbeträger wie Fernsehen, Publikumszeitschriften, Radio, Kino, Außenwerbung, Tageszeitungen oder Online. Im Bereich Kreation geht es neben strategischen Fragen wie Positionierung und Copystrategie auch um werbepsychologische Grundlagen der Anzeigenkreation. Außerdem werden rechtliche Grundlagen des Wettbewerbs-, Marken- und Urheberrechts vermittelt.    

Marketing/MAFO (3 Stunden pro Woche im Block; 2 Stunden pro Woche in Teilzeit):
Die Grundlagen des Marketing und der Marktforschung verstehen und anwenden lernen, darum geht es in diesem Kombi-Fach. Neben strategischen Entscheidungen bei der Marktbearbeitung steht vor allem ihre Umsetzung im Vordergrund. Diese Umsetzung erfolgt durch die intensiv behandelten Instrumente des Marketing-Mix wie Produktpolitik, Preispolitik und Distributionspolitik, der Bereich der Kommunikationspolitik ist das erste K von KMK. Die Rolle der Marktforschung als „Dienerin“ von Marketing, Mediaplanung oder Werbung wird ebenfalls berücksichtigt. Hier wird Grundwissen zu Themen wie Auswahlverfahren, Befragungsarten, Panel oder  Werbeerfolgskontrolle vermittelt.  

Produktion (2 Stunden pro Woche im Block; 1 Stunden pro Woche in Teilzeit):
Im Fach Produktion geht es um alles, was mit der Herstellung von Werbemitteln aus den Bereichen Print und audiovisuelle Medien zu tun hat. Also um Druckverfahren, Papierveredlung, Farbkenntnisse etc. Durch das Projekt Produktions-Akademie! wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, die Qualität und Aktualität des Unterrichts zu verbessern. Dabei wird die werbetreibende Industrie stark in den schulischen Unterricht integriert. Vor allem Produktionsunternehmen aus den Bereichen Print und audiovisuelle Medien fungieren dabei als Wissenssponsoren. Zu den von den Unternehmen wahrgenommen Aufgaben zählen unter anderem Präsentationen halten, Betriebsbesichtigungen ermöglichen oder die von den Auszubildenden selbst erstellten Zeitschrift „Produktions-Akademie! News“ kostenlos drucken.

 

  • Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)
    Die Lerninhalte werden den Bereichen der Arbeitsplatzsuche in der Werbung, dem Neukundengeschäft, der Marktforschung, der Mediaplanung und des Mediaeinkaufs, der Kreation und Produktion von Print- und Fernsehanzeigen, der nicht-klassischen Werbung (z.B. Sales Promotion und Public Relations) entnommen. Eine Ergänzung erfahren diese Inhalte durch die Behandlung und Diskussion von aktuellen Themen wie Global Marketing, Environmental Marketing oder Generation 50+.  
    Die Auszubildenden werden dadurch in die Lage versetzt, werbetypische Kommunikationssituationen in der Fremdsprache Englisch mit bestimmten sprachlichen Fertigkeiten zu bewältigen. Dazu gehört insbesondere das Erlernen der Sprache der sozialen Beziehungen, der Telefonsprache, Berichtssprache, Argumentationssprache und Präsentationssprache.    

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Wahlbereich

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Schulbücher

Bücherliste für das Schuljahr 2013/2014

hier als pdf-download

Ausleihe

Bücher werden ausgeliehen!

WISO 

 

Blank u.a.: Allgemeine Wirtschaftslehre für Medienberufe; Bildungsverlag 1, Bestell Nr. 32500, 4. Auflage 2011,

ISBN: 978-3-427-32500-0
€ 39,95

Finanz- und Maßnahmen-Controlling
FICO (Unterstufe)

Beste, Hahn, Wolf: Rechnungswesen für Medienberufe, Finanzbuchhaltung, Bildungsverlag 1, Bestell Nr. 32501,
3. Auflage 2009

ISBN: 978-3-427-32501-7
€ 23,95

 

= € 63,90


Schüler


Selbstbeschaffung

KMK
(Unterstufe)

Schnettler, Wendt: Kommunikationspolitik für Werbe- und Kommunikationsberufe; Cornelsen Verlag, 3. Auflage

ISBN: 978-3-589-23821-7
€ 20,50


Nach Absprache mit den Fachlehrern zusätzlich empfohlen (Information bitte abwarten):

Marketing

Schnettler, Wendt:  Marketing und Marktforschung, Cornelsen Verlag, 4. Auflage.

ISBN: 978-3-589-24018-0
€20,50

KMK
(Mittelstufe)

Schnettler, Wendt:  Werbung planen – Konzeption, Media, Kreation;
Cornelsen Verlag, 4.Auflage.

ISBN: 978-3-589-24027-2
€ 30,95

                         

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IHK-Abschlussprüfung

Neben der schulischen Ausbildung steht am Ende der Ausbildung die IHK-Prüfung an, erst nach  Bestehen dieser Prüfung darf man sich Werbekaufmann bzw. Werbekauffrau nennen. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

Schriftliche Prüfung:

Es werden an zwei Tagen insgesamt drei Klausuren geschrieben.

Am ersten Tag eine 2,5 stündige Klausur in  Entwicklung von Marketing- und Kommunikationskonzepten. Diese Klausur besteht aus einer Fallstudie, die in 5 Teilbereiche untergliedert ist. Jeder Teilbereich sollte in 30 Minuten bearbeitet werden und wird mit 20 Punkten bewertet (= 100 Punkte gesamt). Die Teilbereiche beziehen sich, Marketing/Marktforschung (1 Teilbereich)  und KMK (4 Teilbereiche)

Am zweiten Tag wird zunächst eine 90 minütige Klausur in Umsetzung und Steuerung von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen geschrieben, bevor nach einer kurzen Pause eine 60 minütige Klausur in Wirtschafts- und Sozialkunde folgt.

Beide Klausuren sind „Ankreuz-Klausuren“, d.h. bei den jeweils ca. 25 Aufgaben muss nichts erläutert oder  begründet werden.

Die Klausur in  Umsetzung und Steuerung von Marketing- und Kommunikations-maßnahmen umfasst vor allem Inhalte aus den Unterrichtsfächern:

FICO (Rechnungswesen, aber ohne Buchungen, Kostenrechnung, Bilanzanalyse etc.)

KMK (Werberecht, Anzeigenberechnung etc.)

Produktion (Druckverfahren, Dateiformate, Weiterverarbeitung etc.)

Die Klausuren umfassen immer 100 Punkte, so dass die Beurteilung der Klausuren leicht nach dem sog. IHK-Schlüssel erfolgen kann. Dieser IHK-Schlüssel ist sehr  anspruchsvoll und wird in der Regel auch von den Fachkollegen für die Klausuren in der Schule benutzt.

Der IHK-Schlüssel:

0-29 Prozent

ungenügend

30-49 Prozent

mangelhaft

50-66 Prozent

ausreichend

67-80 Prozent

befriedigend

81-91 Prozent

gut

92-100 Prozent

sehr gut

Aus der schriftlichen Prüfungen ergeben sich drei Einzelnoten, die auch auf dem IHK-Abschlusszeugnis ausgewiesen werden.

Bei der Ermittlung der Gesamtnote werden die einzelnen Klausuren und die mündliche Prüfung unterschiedlich gewichtet (vgl. Ermittlung der Gesamtnote). 

Entwicklung von Marketing- und Kommunikationskonzepten: 

    30 %          

Umsetzung und Steuerung von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen: 

    30 %

Wirtschafts- und Sozialkunde: 

    10 %

Mündliche Prüfung:

    30 %

Gesamt: 

  100 %

 

Mündliche Prüfung (Praktische Übungen):

In der mündlichen Prüfung, die ca. 2 Monate nach der schriftlichen Prüfung erfolgt, werden ausschließlich Inhalte aus Fachkunde geprüft, also kein Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Es sei denn, es muss eine mündliche Ergänzungs-/ Bestehensprüfung absolviert werden. Die mündliche Prüfung dauert 30 Minuten und soll zeigen, ob der Prüfling, dass in Betrieb und Berufsschule erworbene Wissen auf praktische Fälle anwenden kann.

 

Bestehen der Abschlussprüfung:

Die Prüfung ist bestanden, wenn nach Abschluss der mündlichen Prüfung und gegebenenfalls einer mündlichen Ergänzungs-/ Bestehensprüfung

a)    kein Fach mit der Note ungenügend bewertet wurde,

b)    in zwei der drei schriftlichen Fächer mindestens ausreichende Leistungen
       (50 Punkte) erbracht wurden, und

c)    die Gesamtpunktzahl mindestens 50 Punkte beträgt
       (vgl. dazu Ermittlung der Gesamtnote).

Zur Erläuterung:

  • Man darf in keinem der Prüfungsfächer ein ungenügend, d.h. weniger als 30 Punkte haben, ansonsten ist man durchgefallen und muss in einem halben Jahr entweder die gesamte Prüfung oder wahlweise nur das ungenügende Prüfungsfach wiederholen. Auch wenn man durchgefallen ist, kann man die mündliche Prüfung absolvieren. Dies empfiehlt sich dann, wenn die ungenügende Leistung nicht in Werbetriebslehre vorliegt. Außerdem endet die Ausbildung dann mit dem bestandenen schriftlichen Prüfungsfach und nicht erst 2 Monate später mit der mündlichen Prüfung.
  • Wenn alle drei schriftlichen Fächer mangelhaft sind ist man ebenfalls durchgefallen.
  • Wenn zwei der schriftlichen Fächer mangelhaft sind, muss im Rahmen der „normalen“ mündlichen Prüfung eine mündliche Ergänzungsprüfung bestanden werden. Dabei geht es darum, aus einer der beiden mangelhaften Leistungen, das Fach kann vom Prüfling selbst gewählt werden, innerhalb eines 15 minütigen Prüfungsgespräch eine ausreichende Leistung zu machen. Die Gewichtung der schriftlichen Klausur und der mündlichen Ergänzungsprüfung erfolgt im Verhältnis 2:1).  Die mündliche Ergänzungsprüfung wird vom Lehrervertreter im entsprechenden Prüfungsausschuss durchgeführt. Es empfiehlt sich, den Lehrervertreter vorher zu kontaktieren.
  • Sollte nur eine Prüfungsleistung mangelhaft sein, hat man bestanden. Es besteht aber keine Möglichkeit zu einer freiwilligen Nachprüfung.

Ermittlung der Gesamtnote

Hilfe bietet Ihnen der "Prüfungsrechner"!

Auf dem Abschlusszeugnis der IHK steht neben den Einzelnoten bzw. Punkten in den schriftlichen Fächern (Werbebetriebslehre, Rechnungswesen, Wirtschaftslehre) und der mündlichen Prüfung (Praktische Übungen) auch eine Gesamtnote der Prüfung.
Diese Gesamtnote ergibt sich wie folgt:

Punkte der Klausur:
Entwicklung von Marketing- und Kommunikationskonzepten                

mal  30%             

Punkte der Klausur
Umsetzung und Steuerung von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen

mal  30%

Punkte der Klausur
Wirtschafts- und Sozialkunde        

mal  10%

Mündliche Prüfung

mal  30%


Gesamt:


=     100 %

Die Maximalpunktzahl beträgt nach der gewichteten Verrechnung wieder 100 Punkte.

Notengrenzen beim IHK-Schlüssel:
92 Punkte (sehr gut)
81 Punkte (gut)
67 Punkte (befriedigend)
50 Punkte (ausreichend)

Man kann sich vor der mündlichen Prüfung ausrechnen, wie viele Punkte man braucht, um seine Gesamtnote zu verbessern. Schließlich zählt die mündliche Prüfung ja auch noch 30%. Außerdem sieht es immer gut aus, wenn man bei den praktischen Übungen eine gute Note hat.

Rechenbeispiel:

Punkte der Klausur in MAKO-Konzepte                            50 P. x 0,3 =     15,0 Punkte

Punkte der Klausur in Steuerung von Maßnahmen         85 P. x 0,3  =     31,5 Punkte

Punkte der Klausur in Wirtschaftskunde                          75 P. x 0,1 =      7,5 Punkte

Punkte der mündlichen Prüfung (praktische Übungen)    ??P. x0,3    =        ?? Punkte


Wie viel Punkte braucht der Prüfling, um auf eine Gesamtnote gut zu kommen?

Antwort:
a)    Addition der bisherigen Punkte  15 P.+ 31,5 P.+7,5.= 54 Punkte
b)    Differenz zur Notengrenze berechnen 
       Hier :Notengrenze zum gut = 81 Punkte) – 54 Punkte .= 27 Punkte
c)    Diese Punktzahl durch = 30% setzen
       (weil mündliche Prüfung mit 30 % in die Gesamtnote eingeht) und per Dreisatz
       erforderliche Punktzahl berechnen
       (Achtung: Ergebnis immer auf volle Punkte aufrunden)

Der Prüfling benötigt 90 Punkte, also eine gute 2, um auf die Gesamtnote 2  zu kommen.

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