Besonderheiten des Abiturs am Wirtschaftsgymnasium

Abitur am Wirtschaftsgymnasium

Leitet Herunterladen der Datei ein"Das Abi gibt's auch am Kolleg"; Zeitungsartikel WZ vom 31.05.2012

Das dreijährige Wirtschaftsgymnasium führt zum Abitur, das zur Aufnahme aller Studiengänge an Universitäten berechtigt. Berufsbezogene Fächer wie Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen/Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, Volkswirtschaftslehre, Korrespondenz/Übersetzung (Englisch) und Textverarbeitung vermitteln den Schülern fundierte Kenntnisse für das Wirtschaftsleben. Zusammen mit den allgemein bildenden Fächern stellt das Wirtschaftsgymnasium ein echtes Sprungbrett für Universität und Wirtschaft dar. Denn das Abitur am Wirtschaftsgymnasium eröffnet auch den Weg in eine anspruchsvolle berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule. Nicht nur deshalb stellt dieser stark berufsbezogene Bildungsgang für Schüler, die das Abitur anstreben, eine interessante Alternative zur üblichen gymnasialen Vorbereitung auf Studium oder Beruf dar:

  • Abitur (gültig für alle Studiengänge)
  • gründliche dreijährige Vorbereitung auf das Abitur für alle Schüler
  • eine fundierte ökonomische Bildung
  • Qualifikationen im Bereich moderner Informationstechnologien
  • Praxisbezug durch mehrwöchige Betriebspraktika (ggf. im Ausland)
  • Vorbereitung auf externe Fremdsprachenprüfungen (Fremdsprachenkorrespondentenprüfung – Englisch - bei der IHK, DELF)
  • Projekte
  • Gymnasium mit engem Kontakt zur Arbeitswelt
  • Unterricht im Klassenverband
  • Wechsel vom Wirtschaftsgymnasium in die Höhere Handelsschule des Walter-Eucken-Berufskollegs im ersten Halbjahr der Klasse 11 ohne Zeitverlust möglich

Das Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat gemeinsam mit dem Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in der Untersuchung zur "Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren (TOSCA)" die Bedeutung der beruflichen Gymnasien in besonderer Weise herausgestellt und kommt zu folgenden Feststellungen:

Ökonomische Bildung ist als unabdingbarer Bestandteil der Allgemeinbildung anerkannt. Die Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge ist notwendiger Bestandteil für alle Berufe.

Die Vermittlung einer vertieften ökonomischen Bildung gelingt in den Wirtschaftsgymnasien in besonderer Weise:

  • Wirtschaftsgymnasien zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind, den ökonomischen Profilbereich in seiner vollen Breite zu unterrichten. Dies erfolgt insbesondere in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen. Darüber hinaus finden weitere Bildungsinhalte, beispielsweise aus den Bereichen Recht, Unternehmensmanagement und Wirtschaftsinformatik, einen bedeutenden Raum. Die Anwendung und Verständnisbildung für geeignete Software aus Unternehmen gelingt hier in besonderem Maße.
  • Wirtschaftsgymnasien als Teil beruflicher Schulen stehen im engen Kontakt zur Berufs- und Arbeitswelt. Hieraus ergeben sich wertvolle inhaltliche und methodische Synergieeffekte.
  • Die Lehrkräfte an Wirtschaftsgymnasien sind überwiegend speziell für diesen Bildungsgang ausgebildete Wirtschaftspädagogen, auch mit einer Lehrbefähigung in einem allgemein bildenden Fach. Ökonomisches Denken findet so seinen Niederschlag im allgemein bildenden Unterricht.